Styropor ist unter Fachleuten als expandiertes Polystyrol, kurz EPS, bekannt. Styrodur hingegen bezeichnet extrudiertes Polystyrol (XPS) und wird vor allem als Dämmplatte im Bauwesen eingesetzt. Beide Materialien sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, unterscheiden sich aber in Dichte und Struktur. Styrodur ist fester, glatter und schwerer als klassisches Verpackungsstyropor. Für die Entsorgung ist diese Unterscheidung relevant, weil manche Sammelstellen und Recyclinganlagen nur EPS annehmen und XPS separat behandeln. Wer Styrodur entsorgen möchte, sollte das vorab klären, um unnötige Wege zu vermeiden.
Das Recycling von EPS funktioniert technisch gut, scheitert in der Praxis aber oft am Volumen. Da das Material zu einem sehr großen Teil aus Luft besteht, ist der Transport ohne Verdichtung unwirtschaftlich. Professionelle Recyclinganlagen setzen deshalb sogenannte Kompaktoren ein, die das Material auf einen Bruchteil seines ursprünglichen Volumens zusammenpressen. Das so entstehende Granulat lässt sich anschließend zu neuen Dämmstoffen, Verpackungen oder Bauplatten verarbeiten. Für Privatpersonen und Gewerbebetriebe ohne eigene Verdichtungstechnik führt der Weg zum Recycling deshalb über einen Dienstleister oder eine spezialisierte Annahmestelle.
Wertstoffhöfe sind die naheliegendste Anlaufstelle für kleinere Mengen. Allerdings gelten dort in der Regel strenge Sauberkeitsanforderungen. Styropor mit Kleberesten, Farbanstrichen, Folienrückständen oder anderen Verunreinigungen wird häufig abgelehnt, weil es den Recyclingprozess stört. Verpackungsstyropor mit Klebestreifen oder Aufklebern sollte daher soweit möglich gereinigt werden, bevor die Fahrt zur Annahmestelle beginnt. Styroporplatten vom Bau sind dagegen oft mit Mörtel, Putz oder Klebemasse behaftet und lassen sich nicht einfach reinigen. Für solches Material gibt es eigene Entsorgungswege, die sich von der normalen EPS-Verwertung unterscheiden. Wichtig zu wissen: In die gelbe Tonne gehört Styropor in Deutschland grundsätzlich nicht. Der Wertstoffhof ist der reguläre Weg für Haushaltsmengen.
Industriebetriebe und Händler, die regelmäßig größere Mengen EPS-Verpackungen anfallen haben, können auf das Rücknahmesystem des Industrieverbands EPS zurückgreifen. Dieses System richtet sich jedoch primär an Verarbeiter und Händler, nicht an Privatpersonen. Für den privaten Bereich bleibt der Wertstoffhof die häufigste Option, sofern das Material die Annahmekriterien erfüllt. Alternativ übernimmt ein Entsorgungsdienstleister wie Aflex die Abholung direkt vor Ort und leitet das Material korrekt weiter.
Wer nach einem größeren Umzug oder einer Renovierung vor einer gemischten Materialmenge steht, also Styropor neben Kartons, Folien, Holzresten und anderen Verpackungsmaterialien, spart mit einer gemeinsamen Abholung mehrere Fahrten zu unterschiedlichen Annahmestellen. Jede Materialfraktion landet dabei auf dem richtigen Entsorgungsweg. Aflex koordiniert solche Mischaufträge routinemäßig und kennt die Anforderungen für die verschiedenen Materialarten. Für eine Abholung genügt eine kurze Beschreibung der Materialmenge und des Standorts, dann planen wir den Einsatz und bestätigen einen verbindlichen Termin.




Anruf
WhatsApp
info@aflex.de