Die Stadt Konstanz hat ein klar geregeltes System für die Sperrmüllentsorgung, das sich in zwei Wege aufteilt. Wer selbst anliefern kann, nutzt die Wertstoffhöfe der EBK. Für Konstanzer und Reichenauer Haushalte ist die Anlieferung dort bis auf wenige Ausnahmen kostenfrei, weil die Kosten anteilig über die jährlichen Abfallgebühren abgedeckt sind. Voraussetzung ist ein gültiger Personalausweis mit Konstanzer Meldeadresse oder der aktuelle Abfallgebührenbescheid. Im Stadtgebiet gibt es vier Standorte: in Wollmatingen am Dorfweiher, im Industriegebiet an der Fritz-Arnold-Straße, im Paradies an der Gartenstraße sowie in Dettingen an der Hegner Straße. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Standort deutlich. Der Wertstoffhof im Paradies etwa ist ausschließlich freitagsnachmittags und samstagsvormittags geöffnet und nimmt keine Pkw-Anlieferungen entgegen. Wer mit dem Auto kommt, sollte das vorab prüfen.
Alternativ bieten die EBK einen kostenpflichtigen Abholservice an. Abholtermine finden ausschließlich freitagvormittags statt. Der Sperrmüll muss zum vereinbarten Zeitpunkt am Straßenrand bereitstehen. Das Volumen wird vor Ort geschätzt, die Rechnung kommt anschließend per Post. Persönliche Anwesenheit bei der Schätzung wird empfohlen, damit keine Unklarheiten über den tatsächlichen Umfang entstehen. Wer den Abholservice nutzen möchte, meldet sich per E-Mail oder Telefon bei der EBK-Abfallberatung an und hält dafür die Kundennummer vom Gebührenbescheid bereit.
Was als Sperrmüll gilt, ist enger definiert als viele erwarten. Als Richtwert gilt eine Kantenlänge von mindestens 50 Zentimetern oder ein Volumen von mindestens 10 Litern nach zumutbarer Zerkleinerung. Holzmöbel, Elektrogeräte und Metallgegenstände zählen nicht dazu und müssen über separate Container entsorgt werden. Wer sperrige Gegenstände vor der Anlieferung in ihre Bestandteile zerlegt, kann viele Teile kostenfrei über die entsprechenden Fraktionen abgeben. Bauschutt aus Renovierungen wie alte Fliesen, Fensterrahmen oder Sanitärkeramik fällt nicht unter Sperrmüll und muss separat entsorgt werden. Tapetenabfälle gehören in den Restabfall. Nachtspeicheröfen stellen einen Sonderfall dar. Sie werden ausschließlich am Wertstoffhof Dorfweiher angenommen, erfordern eine telefonische Voranmeldung und eine ausgefüllte Erzeugererklärung.
Wer keinen eigenen Transport organisieren kann oder größere Mengen loswerden möchte, für den ist ein privater Entsorgungsdienstleister wie Aflex die praktischere Lösung. Wir übernehmen die Abholung direkt vor Ort, kümmern uns um die korrekte Trennung nach Materialart und bringen alles zu den zugelassenen Stellen. Das spart Ihnen die Fahrt und die Abstimmung mit verschiedenen Annahmestellen. Gerade nach Umzügen, Haushaltsauflösungen oder beim Räumen geerbter Wohnungen fällt erfahrungsgemäß mehr an, als zunächst erwartet. Sprechen Sie uns an, bevor Sie anfangen zu schleppen.




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