Dachpappe ist nicht gleich Dachpappe. Wer das Material vom Dach holt, steht vor einer Unterscheidung, die über den weiteren Entsorgungsweg entscheidet. Ältere Bahnen, die vor den 1980er-Jahren verlegt wurden, bestehen häufig aus teergetränktem Trägergewebe. Steinkohlenteer enthält PAK in Konzentrationen, die weit über den gesetzlichen Grenzwerten für normale Bauabfälle liegen. Solche Materialien fallen unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz als gefährlicher Abfall und müssen getrennt gesammelt, deklariert und nachweislich entsorgt werden.
Neuere Dachbahnen verwenden Bitumen als Bindemittel. Bitumen ist ein Erdölprodukt und gilt als deutlich weniger problematisch, sofern keine Verunreinigungen durch ältere Lagen vorliegen. Rein bitumenhaltige Dachpappe lässt sich unter bestimmten Bedingungen als mineralischer Abfall einstufen und über andere Wege verwerten. Das Problem in der Praxis ist, dass viele Dächer über Jahrzehnte mehrfach saniert wurden. Alte Teerlagen wurden nicht immer vollständig entfernt, sondern mit neuen Bitumenbahnen überschichtet. Beim Abtragen entsteht dann ein Materialgemisch, das nicht einfach als Bitumenabfall deklariert werden darf. In solchen Fällen ist eine Laboranalyse der sicherste Weg, um Bußgelder und Haftungsrisiken zu vermeiden.
In Offenbach am Main ist der Stadtservice Offenbach für die kommunale Abfallentsorgung zuständig. Privatpersonen können geringe Mengen Sonderabfall am Wertstoffzentrum abgeben, doch für Dachsanierungen, bei denen größere Materialmengen anfallen, reicht dieser Weg nicht aus. Zertifizierte Fachbetriebe sind dann die einzige rechtskonforme Option.
Beim Abtragen selbst entstehen weitere Risiken. Trockene Dachpappe erzeugt beim Brechen Staub, der PAK-Partikel in die Luft trägt. Deshalb gehört Atemschutz zur Pflichtausrüstung, und das abgetragene Material sollte möglichst feucht gehalten oder sofort in reißfeste, staubdichte Säcke verpackt werden. Wer das selbst erledigt, trägt die Verantwortung für den korrekten Umgang. Wer einen Fachbetrieb beauftragt, gibt diese Verantwortung ab und erhält dafür einen dokumentierten Nachweis.
Für Handwerksbetriebe und Dachdecker, die regelmäßig mit solchem Abfall arbeiten, lohnt sich eine Rahmenvereinbarung mit einem Entsorgungspartner. So lassen sich Abholtermine vorausplanen, Containerkapazitäten reservieren und Nachweise gebündelt verwalten. Aflex arbeitet sowohl mit Einzelpersonen als auch mit gewerblichen Partnern zusammen und passt den Ablauf an die jeweilige Projektgröße an.
Wer Teerpappe entsorgen möchte und sich in Offenbach am Main nicht sicher ist, in welche Kategorie sein Material fällt, kann uns eine kurze Beschreibung des Objekts schicken. Wir geben eine erste Einschätzung und klären, welche Schritte als nächstes sinnvoll sind.




Anruf
WhatsApp
info@aflex.de